Überwiegend handelt es sich um historische Aufnahmen – viele entstanden noch vor dem Zweiten Weltkrieg –, es existieren aber auch Aufnahmen aus neuer Zeit, die z. B. im Rahmen aktueller Forschungen der Institutsmitarbeiter angefertigt werden.
Seit der Gründung der „Forschungsstelle für die Volkskunde der Heimatvertriebenen“ um 1950, aus der das IKDE hervorging, werden hier Bildmaterialien gesammelt. Eine beachtliche Zahl von Fotografien stammt von Johannes Künzig selbst (Negativsammlung). Viele Bilddokumente wurden von Gewährspersonen eingesandt und ein großer Teil stammt auch aus Nachlässen insbesondere von Volkskundlerinnen und Volkskundlern. Über die Jahrzehnte hinweg entstand so eine umfangreiche Bildsammlung, die auch heute noch wächst.
Die Bildbestände des IKDE bestehen aus Diapositiven, Negativen, Kontaktabzügen, Fotos/Papierpositiven, Postkarten, Rasterklischees, Andrucken und Digitalbildern. Diese Bestände werden fortlaufend digitalisiert und inventarisiert, um sie öffentlich zugänglich zu machen.
Die Bearbeitung von fotografischen Beständen in Archiven hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Nicht jedes Bilddokument kann in gleichem Umfang erfasst werden. Ziel ist es dennoch, die Geschichte eines Bildes zu rekonstruieren und den Nutzerinnen und Nutzern alle vorhandenen und mit vertretbarem Aufwand recherchierbaren Hintergrundinformationen bereitzustellen, um eine sinnvolle wissenschaftliche Nutzung zu ermöglichen.