In dem Projekt wurden Sammlungen deutscher Heimatvertriebener als narratives Medium untersucht, das anhand von Objekten eine Geschichte erzählt. Es wurde deutlich gemacht, dass der Weg der Heimatandenken ins Museum zu einem Prozess der zweifachen Schaffung von Interpretationen führt. Von den Vorbesitzern mit Bedeutung aufgeladene Objekte ändern diese Bedeutung, sobald sie einen Platz in der Vitrine finden. Diese doppelte Aufladung des Ausgestellten wurde ebenso untersucht wie der Weg der Objekte vom Relikt zur säkularen Reliquie.
Da die Sammlungen über einen langen Zeitraum „beobachtet“ wurden, konnten Veränderungen auch in der Art der Rezeption deutlich gemacht werden. Und schließlich wurde auch das allmähliche Ende dieser für die deutsche Nachkriegsgeschichte wichtigen Einrichtungen und ihr Weiterleben unter anderem in den Herkunftsregionen der Gründergeneration thematisiert.
- „Zurück – in die Zukunft“. Zum Weiterleben „sudetendeutscher“ Heimatstuben in der Tschechischen Republik (23.09.2022, Tagung „Musealisierung von Heimatstuben und Heimatsammlungen der Flüchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler:innen“, BKGE Oldenburg. 21.–23.09.2022).
- Museen als Erinnerungsorte (10.09.2021, Tagung "Formen der Erinnerungspflege nach Kriegs- und Gewalterfahrung", Katholische Akademie Freiburg, 10.09.2021).
- Erinnern im Museum. Tagung "Verlorener Osten?". Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945 (17.09.2016, Tagung "Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945", Academia Baltica, Sankelmark, 16.–18.09.2016).
- Erinnerungskultur und Museum (29.10.2016, Ackermanngemeinde der Diözese Mainz, Darmstadt).
- Heimat rekonstruieren, verwalten, verzetteln. Zur Materialisierung von "Verlorenem" (21.11.2014, Workshop "Verordnete Nachbarschaften. Transformationsprozesse im Grenzraum Deutschland – Polen – Tschechien seit dem Zweiten Weltkrieg", Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V., Dresden und Hauptstaatsarchiv Dresden, Dresden, 20.11.–22.11.2014).
- Objektgeschichten. Der Weg der Erinnerungen ins Museum (24.11. 2012, Stuttgart, Frauen-Landeskulturtagung des BdV).
- Zur kulturgeschichtlichen Bedeutung der Heimatstuben (26.04.2008, Heiligenhof, Bad Kissingen, 25.–27.04.2008).
- Heimatstuben aus volkskundlicher Sicht (11.12.2006, Tagung "Was wird aus den Heimatsammlungen?", Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, 11.–12.12.2006).
- Was wird aus den Heimatstuben der Vertriebenen? In: Senta Herkle/Sabine Holtz/Sylvia Schraut (Hg.): Umkämpfte Erinnerungen im deutschen Südwesten (Veröffentlichungen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Reihe B 236). Ostfildern 2024, S. 155–165.
- Zurück – in die Zukunft. Zum Weiterleben „sudetendeutscher“ Heimatstuben in der Tschechischen Republik. In: Natalie Reinsch u.a. (Hg.): Herkunft.Heimat.Heute. Zur Musealisierung von Heimatstuben und Heimatsammlungen der Flüchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler*innen. Eine Tagung des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V. in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Oldenburg, 21.-23. September 2022. Oldenburg 2023, S. 204–214.
- Mehr als nur ein Museum! Die museale Sammlung der Karpatendeutschen in Karlsruhe. In: Drechsler-Meel, Heike/Meier, Jörg (Hg.): 50 Jahre für ein gesamteuropäisches Kulturerbe – mehr als eine Festschrift (Veröffentlichungen des Karpatendeutschen Kulturwerks, 5). Karlsruhe 2022, S. 99–111.
- Heimat rekonstruieren, verwalten, verzetteln. Zur Materialisierung von Verlorenem. In: Uta Bretschneider/Sönke Friedreich/Ira Spieker (Hg.): Verordnete Nachbarschaften. Transformationsprozesse im Grenzraum Deutschland – Polen – Tschechien seit dem Zweiten Weltkrieg. Dresden 2016, S. 83–98.
- Mehr als Museen. Die (musealen) Sammlungen der deutschen Heimatvertriebenen. In: Volkskunde in Sachsen 26 (2014), S. 185–202.
- (zusammen mit Mathias Beer und Henrike Hampe) Heimatsammlungen von Flüchtlingen und Vertriebenen in Baden-Württemberg. In: Haus der Heimat (Hg.): Gerettet – gesammelt – gesichert. Heimatsammlungen von Vertriebenen und Flüchtlingen in Baden-Württemberg. Stuttgart 2012, S. 6–13.
- Deponien der Erinnerung – Orte der Selbstbestimmung. Zur Bedeutung und Funktion der Egerländer Heimatstuben. In: Hartmut Heller (Hg.): Neue Heimat Deutschland. Aspekte der Zuwanderung, Akkulturation und emotionalen Bindung (Erlanger Forschungen, Reihe A, Geisteswissenschaften, 95). Erlangen 2002, S. 63–78.