Agnes Loose liest aus dem Tagebuch ihres Vaters Michael Ritter (1919–2011), eines 1946 aus Budaörs vertriebenen Winzers. Michael Ritter wurde in die ungarische Armee einberufen. Er diente noch als „Honvéd“, als er folgende Zeilen in sein neu angelegtes Tagebuch eintrug:
„14.10.1943. Der Entschluss, ein Tagebuch zu führen, entspringt einem traurigen Anlass. Gestern erhielt ich den Marschbefehl nach Russland. Es ist Krieg.“
Das Tagebuch, das er zwischen 1943 und 1953 führte, gewährt sehr persönliche Einblicke in den Soldatenalltag, die Vertreibung aus Ungarn 1946 sowie in die Prozesse des Einlebens und den Beginn eines neuen Familienlebens in Deutschland.
Die Veranstaltung bildet den Auftakt unseres Jahresschwerpunktes “1945. KriegsEnden. Perspektiven auf das Ende des Krieges und seine Bedeutung heute”.